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Allgemeine Verhaltensmaßregeln im Gelände

Grundsätzlich sollte man sich mit zwei (oder mehreren) Geländewagen ins echte OffRoad-Vergnügen stürzen. Nur für den Fall, dass man sich mal fest fährt. Und das sollte man einkalkulieren !!! Immer ruhig und sinnig fahren! Auch dann, wenn der Weg einfach ist. Im Gelände sollte man kontrolliert, also nur mit wenig Schwung, fahren! Der Luftfilter für den Innenraum kann geschont werden, wenn die Umlufttaste betätigt wird. Gerade wenn es trocken ist, kann es sehr staubig sein.


Tipps, Tricks und Hinweise für die Fahrt im Gelände

  • Festgefahren? Bitte beachten: In dem Moment wo man merkt, dass man fest sitzt, sollte man nur einen Versuch in die entgegengesetzte Richtung unternehmen. Also z.B.: Vorwärts festgefahren, im Rückwärtsgang - in der gleichen Spur - versuchen wieder raus zu kommen. Wenn nichts mehr geht, dann keine weiteren Wühlversuche unternehmen! Es gibt dann nur noch einen Weg: In Richtung Mittelpunkt der Erde! Und je tiefer das Auto im Dreck hängt, um so schwieriger wird die Bergung! - Jetzt ist das zweite Fahrzeug und das Bergegeschirr gefragt!

  • Wasserdurchfahrten: Große und kleine Pfützen gilt es zu meistern. Bitte immer nur im gemäßigten Tempo durchfahren. Nicht zu schnell (Bugwelle), aber auch nicht zu langsam (Gefahr des Festfahrens). So ca. 10 bis max. 20 km/h sind angebracht. Die zulässige Wattiefe beträgt 50 cm bzw. mit ORP 60 cm.

  • Spurrinnen: Können tückisch sein! Entweder man bleibt in einer Spurrinne (des voraus fahrenden Fahrzeuges auf ausreichende Bodenfreiheit achten), oder man wählt einen Weg ohne große Spurrine. Aber niemals mit Gewalt (durch starkes Gegenlenken) versuchen einer Spurrinne zu entkommen. Die Folge könnte sein, dass das Fahrzeug mit einem Satz herauskatapultiert wird. Nicht gerade gut, wenn man Wege fährt, wo links und rechts Bäume stehen!

  • Fahren am Hang: Grundsätzlich wird ein Hang immer in Falllinie befahren! Niemals quer zum Hang! Wird ein Hang nicht im ersten Anlauf geschafft, dann langsam - in der gleichen Spur - wieder zurück fahren und erneut versuchen. Kurz vor der Kuppe Fuß vom Gas!

  • Durchqueren von Gräben: Richtig große Gräben, mit mehreren Metern Breite, werden wie einen Hang durchfahren. Also stumpf zum Graben in Falllinie. Kleinere Gräben werden in einem Winkel von 45° angefahren und langsam durchfahren. Der ML wird ordentlich schaukeln! Das 4ETS wird ganz von allein arbeiten und das in der Luft hängende Rad einbremsen und schon haben die noch am Boden befindlichen Räder Vortrieb. (Mit ORP können auch gern die Sperren benutzt werden!) Und keine Angst: Die Karosserie ist hochfest! Da verzieht sich nichts!

  • technischer Unterfahrschutz: beugt Schäden vor! Dieser Schutz ist zwar nicht zwingend notwendig, aber Motor und Automatik sind hierdurch gut geschützt! (MB-Code 481, bei ORP Serie)

bei der Fahrt ins Gelände ...

erst mal die Parktronic (sofern vorhanden) ausschalten, denn im Gelände würde die Parktronic zu oft anschlagen und sich die Kehle aus dem Hals piepsen.

Fahrzeuge:

  • ohne ORP: Die Parktronic wird über das Bediensystem abgeschaltet.
  • mit ORP: Nur die entsprechende Taste an der Mittelkonsole drücken!
     
  • mit Stahlfederung: schalten das OffRoad-Fahrprogramm ein. Mehr gibt es hier nicht zu tun. Die Schaltpunkte der 7GTronic verändern sich, das ESP und ABS wird geländemäßig angepasst und das war es schon! Die Bodenfreiheit beträgt dann 210 mm.
     
  • mit Airmatic (ohne ORP) schalten das OffRoad-Fahrprogramm ein und wählen Sie bei Bedarf das erhöhte Niveau. Fahrzeuge mit Airmatic (auch ohne ORP) können das Niveau, also die Bodenfreiheit, um 80 mm erhöhen! Die Bodenfreiheit beträgt im normalen Straßenmodus jedoch nur 181 mm! Erst im erhöhten Niveau sind es stattliche 261 mm! Jeder muss selbst einschätzen, wann er das erhöhte Niveau wählt - im Zweifelsfall immer. Dieses ist jedoch mit einer Einbuße im Komfort (Federung) verbunden!
     

Merke: Je höher das Niveau, desto weniger Restfederweg, desto geringer die mögliche Achsverschränkung. Hoch ist nicht immer gut, aber sicher(er) für den Unterboden!

Tipp: Damit man im Gelände nicht zu sehr durchgeschüttelt wird, empfiehlt es sich die Comf-Einstellung der Airmatic einstellen. Bloß nicht auf Sport stellen! Fahrzeuge mit Airmatic und ORP schalten auf Low Range. Das Niveau wird den Gegebenheiten angepasst und die Sperren manuell geschaltet.

Im Einzelnen:

  • Low Range (die Untersetzung): Kann im Gelände immer eingeschaltet bleiben (max. Geschwindigkeit ca. 70 km/h). Wie bereits oben geschrieben, werden hiermit die 7GTronic, das ESP und ABS geländemäßig eingestellt. Nur wenn es auf reine Asphaltstraßen geht, dann kann die Untersetzung auch gern abgeschaltet werden. (Auf Asphaltstraßen immer ohne Sperren fahren!)
     

Tipp: Die Einstellung Comf für die Airmatic wählen.

  • Das Niveau: Sollte - entsprechend der Bodenbeschaffenheit - mindestens auf Stufe 1 stehen (Bodenfreiheit 211 mm). Diese Einstellung ist sehr komfortabel! Erst wenn tiefere Spurrinnen auftreten, wird die Stufe 2 (Bodenfreiheit 261 mm) gewählt. Die Federung wird merklich härter! Die Stufe 3 (Bodenfreiheit 291 mm) braucht man nur in extremen Situationen. Diese Einstellung ist sehr hart!
     
  • Die Differenzialsperren: Die Stellung Auto bewirkt, dass immer dann wenn Schlupf an den Rädern auftritt, die mittlere Sperre - und nur diese - automatisch eingeschaltet wird. Die Sperren beim ML sind mittels sehr schnell schaltenden Lamellenkupplungen realisiert. Hierzu eine Bemerkung: Bei jedem Auto-Schaltvorgang, und das können hunderte (!) auf einer Geländefahrt sein, reiben die Lamellen. Hierdurch nutzen sie einerseits ab und andererseits erhitzen sie sich unnötig!
     

Tipp: Im Gelände - und nur da - kann die mittlere Sperre grundsätzlich manuell eingeschaltet bleiben! - Die Lenkfähigkeit ist nur geringfügig eingeschränkt. Die hintere Sperre benutzt man nur in extremen Situationen und ausschließlich auf gerader Strecke! - Stark eingeschränkte Lenkfähigkeit! Die vordere (nicht vorhandene) Sperre wird mittels einbremsen durch das 4ETS simuliert und bleibt auch bei ausgeschaltetem ESP aktiv!

  • ESP - haben alle Fahrzeuge! Ein oder ausschalten? Das ist hier die Frage! - Hintergrundwissen: Grundsätzlich verfügt der ML/GL im Geländemodus über ein angepasstes ESP. Dennoch kann es hilfreich sein, das ESP abzuschalten. Wobei es sich übrigens nicht wirklich komplett abschalten lässt (eine Restwirkung bleibt immer). Auch bleibt die Traktionshilfe bei ausgeschaltetem ESP erhalten! ESP hat auch Nachteile! Im matschigen Untergrund z.B. kann die Motorleitung durch das ESP derart reduziert werden, dass es kein Weiterkommen mehr gibt! Manchmal müssen sich aber die Räder durchfräsen. - Deshalb: Im starken Matsch das ESP ausschalten!
     
  • DSR - Downhill Speed Regulation (Bergabfahrhilfe). DSR ist eine überaus praktische Einrichtung, wenn man im Gelände einen Hang herunter fahren möchte. Einfach einschalten und über den Tempomat die gewünschte Geschwindigkeit wählen. Das funktioniert auch beim Rückwärtsfahren! Die Elektronik greift durch gezielte Bremseingriffe kontrolliert ein und man braucht eigentlich nur lenken. Im Tal das Abschalten nicht vergessen.

 

Eine Liste der Dingen, die nicht fehlen sollten:       

  • Bergegurt, mindestens 15 m lang
  • Schäkel (16 mm)
  • Klappspaten

Wer im Falle des Falles seinen Mercedes SUV schonend heraus gezogen haben möchte oder anderen ebenso helfen will, der nimmt am Besten einen

elastischen Hashi-Ken-Bergegurt.

Die Frage nach dem richtigen Reifen:

  

..... Es gibt ihn einfach nicht ! 

  • Grundsätzlich eignen sich beim OffRoad eine Felge mit einem niedrigen Durchmesser (17Zoll) und ein grobstolliger Reifen am Besten.
  • Aber das ist kein Muss! Auch mit größeren Felgen (bis 19Zoll) und einem gut profiliertem Reifen kommt man schon recht weit.
  • Der Pirelli Scorpion ATR  ist ein guter Kompromiss aus allen: Sommer / Winter / Straße / Gelände. Auch der Continental UHP ist nicht zu verachten.
  • Für reines Gelände ist der Goodyear Wrangler MT/R (siehe Bild) eine sehr gute Wahl, aufgrund der verstärkten Aussenwände und seines geringen Laufgeräusches auf der Strasse auch bei höheren Geschwindigkeiten ! Leider aber nicht mehr lieferbar. 
  • Im Augenblick sind unsere Favoriten von General Tire AT

 

 

  • Das Fahrzeug vorher mit Wachs versiegeln! Wer keine Lust auf Handarbeit hat, der jagt sein Auto regelmäßig durch die Waschanlage und lässt Wachs aufbringen! Das erleichtert ungemein hinterher das Entfernen des Schmutzes!

  • Tipp für die Felgen: Benutzen einer Acryl-Politur . Hiermit sollten die Felgen zuvor behandelt werden, um Kratzer weitgehend zu vermeiden!

  • Motorölstand und Reifendruck sind zu kontrollieren. Tanken nicht vergessen!

  • Richtig vorbereitet lässt sich der Schmutz ganz problemlos entfernen: Zuerst mit einem Hochdruckreiniger und anschliessend durch die Waschanlage. Danach ist der ML wieder wie neu! Ob man es glaubt oder nicht: Auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums passieren meist mehr Schäden! (Unbedacht aufgerissene Autotüren, Einkaufswagen, usw.)